Steigerung der Performance

Aus Faktura-XP Handbuch
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Grundlegende Betrachtung

Warenwirtschaft ist ein komplexes Thema und ebenso komplex in seiner Struktur, was die Software betrifft. Damit gehen auch die Anforderungen an die verwendete Ausstattung einher. Wahrscheinlich ist Warenwirtschaftssoftware eine der größten Herausforderungen, wenn nicht DIE größte Herausforderung für Computersysteme und Netzwerke. Während "herkömmliche" Software wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulationen, Grafikgestaltung, CAD und andere Software für sich oftmals als "Insel" arbeiten, sind die Anforderungen an eine Warenwirtschaftssoftware deutlich höher.


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Prinzipieller Aufbau eines Warenwirtschaftssystems

Ein Warenwirtschaftssystem ist im Regelfall so aufgebaut, dass einer oder mehrere Arbeits-PC's mit einer zentralen Datenbank dauerhaft verbunden sind und komplexe Daten in hohem Tempo zwischen der zentralen Datenbank und den angebundenen Arbeits-PC's dynamisch ausgetauscht werden. Dabei sind zeitgleiches Lesen und Schreiben für alle beteiligten Arbeits-PC's entscheidend. Selbst bei einer "Einzelplatz" Installation wird das "Frontend/Backend“-Prinzip angewendet. Dabei ist die Benutzeroberfläche (Frontend), die Sie als Faktura-XP-Software wahrnehmen, getrennt von seinen Datenbanken (Backend). Auch dann, wenn die Software und die Datenbanken auf demselben PC und sogar wenn beides (Frontend und Backend) auf derselben Festplatte installiert werden.


Wie ist die Herausforderung gelagert

Die eigentliche Herausforderung ist nicht nur die Warenwirtschaftssoftware als solche. Es muss das "Gesamtsystem" betrachtet werden, um es zu optimieren. Das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Gesamtperformance einer jeden Arbeitsstation. Ist also ein beteiligtes Element einer Arbeitsstation mit schlechter Performance vorhanden, bestimmt dieser Teil möglicherweise ihre Gesamtperformance – also die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit des Arbeits-PC's. Das kann die integrierte Netzwerkkarte sein, die Leistung des Prozessors, die Größe des Arbeitsspeichers und auch die Performance der lokalen Festplatte. Ebenso kann der "Flaschenhals" eines Systems auch die Netzwerkanbindung zum Datenbankserver sein oder sogar der Datenbankserver selbst. Der verwendete Server, auf dem die Datenbank(en) arbeiten, muss eine entsprechende Leistung bieten, um Daten zu verarbeiten und an alle Arbeitsstationen in ausreichendem Tempo zu liefern.

Sind die Datenbanken lokal installiert, spielt das Netzwerk zwar keine Rolle, aber alle anderen genannten Punkte sind für einen Arbeits-PC umso entscheidender. 



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Erste Überlegungen zur Optimierung

Oft ist die Optimierung gewisser Elemente einer Arbeitsstation so vorteilhaft, dass die Arbeitsgeschwindigkeit des Arbeits-PC's deutlich zunimmt. Daher werden wir nun Elemente auflisten, die an der Gesamtperformance eines Systems beteiligt sind, und deren genaue Analyse und Optimierung eine lohnende Maßnahme hinsichtlich Performance sein kann. Ist das Maximum aus den beteiligten Systemkomponenten durch eine gründliche Analyse und Optimierung erreicht, kann man noch Optimierungen durch geschickte Konfigurationen der Warenwirtschaftssoftware innerhalb Faktura-XP erzielen. Beide Maßnahmen zusammen ergeben erst das Optimum an Performance. Diese beschreiben wir im Folgenden.


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Die Wahl der Datenbank ist entscheidend

Eine Microsoft® Access-Datenbank kann für lokale Installationen und kleine Netzwerke verwendet werden. Die Software Faktura-XP arbeitet damit gut und performant. Alle Versionen von Faktura-XP unterstützen dieses dateibasierte Datenbanksystem. Es hat Vor- und Nachteile. Der Hauptvorteil ist die einfache Datensicherung, die je Datenbank nur eine Datei ausmacht. Man kann sie außerdem leicht und schnell durch Kopieren an einen anderen Speicherort verlegen und dort arbeiten. Die Nachteile sind das mittelmäßige, aber im Regelfall völlig ausreichende Verarbeitungstempo. Es begründet sich daraus, dass die Datenbank immer im Ganzen verarbeitet wird, was bei einem "Mehrbenutzer-Einsatz" im Netzwerk den Transport der gesamten Datenbank im Netzwerk erfordert. Die Wahl für eine Edition der Software und die damit verwendbaren Datenbanken erfolgt im Regelfall aus Überlegungen der Verwendung. Für kleine und mittlere Unternehmen mit überschaubarem Datenaufkommen, ist eine BASIC-Edition oder SELECT-Edition sicher eine gute und hinreichende Wahl. Haben sie eine Lizenz der "Faktura-XP SELECT Pro Edition" erworben, können sie ebenfalls die mitgelieferten Microsoft® Access-Datenbanken direkt nutzen. Wir empfehlen in diesem Falle aber, einen Microsoft® SQL-Server oder Express zu installieren und die Datenbanken damit zu verwenden, auch wenn Sie die Installation auf einem lokalen PC ausführen und dort nutzen.

Zusammenfassung: Optimal für eine gute bis sehr gute Performance ist die Verwendung eines "Microsoft® SQL-Server" oder "Microsoft® SQL-Server Express"

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Microsoft® SQL-Server-Datenbank als Turbo

Mit einer Microsoft® SQL-Server-Datenbank ist eine deutliche Steigerung der Performance spürbar. Selbst mit der kostenlosen und etwas eingeschränkteren Version "Microsoft® SQL-Server Express" ist das Tempo vergleichsweise beeindruckend. Die Anbindung an eine Microsoft® SQL-Server-Datenbank ist allerdings nur mit der Version "Faktura-XP SELECT Pro Edition" möglich. Die Versionen "Faktura-XP BASIC Edition" und "Faktura-XP SELECT Edition" sind auf die Verwendung einer Microsoft® Access-Datenbank begrenzt.


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Die zwei Arten der Netzwerke und wie sie optimiert werden

Nach der Vorüberlegung für eine mögliche Optimierung kommen wir nun zum praktischen Teil. Dazu beleuchten wir die beiden Arten der verwendbaren Netzwerke. Das einfache "Punkt zu Punkt Netzwerk" und das "Server-Client Netzwerk". Die Kombination "Faktura-XP mit SQL-Cloud" gehört auch zur Familie der "Server-Client Netzwerke", da ein Server für die Datenbanken genutzt wird, der allerdings per Internetverbindung an die Arbeits-PC's angebunden ist. Auf diesen speziellen Fall und die Möglichkeiten der Optimierung kommen wir noch separat im Verlauf.


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Punkt zu Punkt Netzwerk

Ein einfaches "Punkt zu Punkt Netzwerk" welches in der Fachsprache als "Peer-to-Peer Netzwerk" bezeichnet wird. Diese Form des Firmennetzwerkes kommt ohne Server aus. So wird es vielfach in keinen Unternehmen verwendet. Die Datenbank liegt dabei auf einem der am Netzwerk angeschlossenen Geräte. Alle Teilnehmer sind mit einem gemeinsamen Switch am selben Netzwerk angeschlossen.

Einfaches peer-to-peer Netzwerk mit Faktura-XP-Warenwirtschaft

In dieser Form eines Netzwerkes wird auf einem der Arbeits-PC's die Datenbank angelegt und alle anderen Benutzer greifen dann per Freigabe über das Netzwerk auf diese Datenbank zu. Der Nachteil ist, dass der PC, der die Datenbank führt, immer dann eingeschaltet sein muss, wenn im Netzwerk mit der Datenbank gearbeitet werden soll. Außerdem wird dieser Arbeits-PC stark belastet, da er neben seinen üblichen Aufgaben noch zusätzlich das Datenmanagement der Datenbank tragen muss. Bei einer begrenzten Anzahl an Benutzern funktioniert dies bei Verwendung eines leistungsstarken PC's recht gut. Bei steigender Anzahl an Benutzern wird aber schnell die Grenze erreicht, bei der ein flüssiges Arbeiten an den beteiligten Arbeits-PC's immer schwerer wird.


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Optimierungen für das Punkt zu Punkt Netzwerk

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Netzwerk mit Server

Für leistungsstärkere Netzwerke wird oft das sogenannte Client-Server-Modell angewendet. Bei diesem Netzwerk wird die Datenbank auf einem am Netzwerk beteiligten Server-PC angelegt und dient als Datenquelle für alle Benutzer. Damit lassen sich die Daten an einer zentralen Stelle erfassen und bearbeiten. Es ist nicht erforderlich, Faktura-XP auf dem Server zu installieren. Es wird dort lediglich die Microsoft® SQL-Server-Software installiert und die Datenbank darin integriert. Man spricht bei diesem Prinzip auch von "Datenhaltung".

Netzwerk mit Server für Faktura-XP Warenwirtschaft

Diese Art der Datenhaltung arbeitet sehr performant, wenn die beteiligten Komponenten, das Netzwerk und der Server mit seiner Software, optimal eingerichtet und konfiguriert sind. Sollte sich keine hinreichende Performance einstellen, ist oft nur eine Komponente oder Einstellung in dem System die mögliche Ursache dafür.

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Optimierungen für das Netzwerk mit Server

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Sonderfall "Faktura-XP WaWi-Cloud"

Bei der "Faktura-XP WaWi-Cloud" befinden sich die Software und die Datenbanken komplett auf einem Server, der über das Internet erreichbar ist und mit jedem Browser verwendet werden kann. Mit Faktura-XP SELECT Pro können Sie also direkt arbeiten und auf Ihre zentralen Daten Ihrer Warenwirtschaft in der Cloud zugreifen. So ist das Arbeiten mit denselben Daten für alle Mitarbeiter von fast jedem Ort der Welt möglich. Dazu ist lediglich ein Internetzugang und ein Webbrowser erforderlich.

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