EAN-Codierung (Etiketten)

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Was ist EAN?

Die EAN-Codierung - auch Zebrastreifen genannt - findet man auf fast allen fertig verpackten Artikeln Weltweit. Der EAN-Strichcode ist die maschinenlesbare Darstellung der EAN-Artikelnummer und damit besonders geeignet für Scannerkassen oder anderen Erfassungsgeräten. Über die Nummer kann jeder Artikel identifiziert werden.

Die EAN (Europäische Artikel-Nummer / European Article Number) besteht aus 13 Ziffern – der so genannte EAN-13. Diese bilden die individuelle Artikelnummer. Die Basisnummer wird auf Antrag in jedem Land von einer autorisierten Stelle vergeben. Dabei besitzt jedes Land eine oder mehrere eigene Ländernummern. Eine Liste der Länderschlüssel finden Sie weiter unten.

Dennoch kann man nicht von der Ländernummer auf den Produktionsort schließen, da z.B. eine deutsche Firma für Produkte, die im Ausland hergestellt wurden, in Deutschland die Basisnummer beantragen kann. Aber auch in Deutschland produzierte Ware kann Rohstoffe aus anderen Ländern enthalten. Für den Verbraucher hat der EAN daher keine große Bedeutung. Eine Ausnahme stellen die Anfangsziffern 20 - 29 dar, sie stehen für im Laden verpackte oder zusammengestellte Ware.

Nutzen hiervon haben vor allem die Großbetriebe des Einzelhandels. Die EAN-Codes erleichtern den Kassiervorgang und vereinfachen die inner- und zwischenbetriebliche Kommunikation.

Es existieren aber auch eine Vielzahl weiterer BarCode Systeme. Sie können theoretisch selbst entsprechende Nummern mit fast wahlfreien Stellenzahlen verwenden, die allerdings theoretisch auch bereits von anderen für ganz andere Produkte Verwendung finden könnten. Dies stört allerdings auch nur dann, wenn Sie Ihre Produkte weit verbreiten und neben anderen Produkten in z.B. Marktketten vertreiben möchten. In diesem Falle geht dies nur über registrierte und für Sie einzigartige EAN-Codes.



Etiketten mit EAN-Code drucken

Sie können über die Artikelliste Etiketten mit dem EAN-Code ausdrucken indem Sie die Schaltfläche Etiketten anklicken.

Die Nummern für die Größen der Etiketten sind entsprechend der „AVERY Zweckform“. Achten Sie bitte auf die Nr. und Größen der Etiketten, damit sie überein stimmen. Die zusätzliche Funktion am Ausdruck der Etiketten ist, dass wenn sie schon fünf verbraucht haben und dort ansetzen wollen, müssen Sie nur im Feld „Anzahl der Etiketten, die am Anfang frei bleiben sollen“ ein Haken setzten und die Zahl eingeben. Die Art (den Typ) des Barcode stellen Sie mit dem DropDown unten ein. Diese Einstellung merkt sich Faktura-XP für den aktuellen Arbeitsplatz und stellt den Typ beim nächsten mal ebenfalls so ein.

Etikettendruck mit EAN



In allen anderen Fällen eignet sich der BarCode-39 ausgezeichnet zur universellen Verwendung als Kunden-, Artikel oder Rechnungsummer. Hauptvorteil ist die Verwendbarkeit von beliebigen Zeichen, Ziffern und wahlfreie Stellenzahl.

Der Code39 ist ein älterer alphanumerischer Code. Er ist weit verbreitet in der Industrie. Beispielsweise in der Automobil- (bei den VDA-Versandetiketten) oder in der Pharmaindustrie (PZN-Code oder Code-32) (bei der Pharmazentralnummer) wird er häufig eingesetzt, da er wegen seiner großen Drucktoleranzen einfach herzustellen ist. Bei dieser Codeart entspricht ein Zeichen Klarschrift einem Zeichen Barcode. Start- und Stoppzeichen werden jeweils durch ein * dargestellt.


CODE 39

Der Code39 ist in der ISO/IEC 16388 spezifiziert. Unterarten sind Standard Code39 mit den Zeichen "A-Z", "Ziffern 0-9", sowie die Sonderzeichen "$%/+.-". Der erweiterte Code39 kann folgende Zeichen enthalten: Zeichen "A-Z", "a-z", "0-9", sowie "einige Sonderzeichen". Es ist der komplette ASCII-Zeichensatz möglich, in diesem Fall hat er aber eine geringe Informationsdichte, da er jeweils zwei Zeichen für ein Klarschriftzeichen benötigt.


Code 32

Zeichen "A-Z", Ziffern "0-9". Verwendung für italienischen Pharmacode - Artikelnummer für Pharmaprodukte.


EAN-13 und EAN-8

Die Barcode EAN-13 und EAN-8 dürfen nur aus Ziffern bestehen. EAN 13 hat 12 Stellen, EAN 8 hat 7 Stellen, UPC ist die amerikanische Variante im EAN Nummernsystem. Die letzte Ziffer ist immer eine Prüfziffer. Verwendung für Preisauszeichungen.


Der Aufbau der 13-stelligen EAN: 
 * Länderkennung (2 Stellen), 
 * Firmenkennung BBN (5-7 Stellen), 
 * fortlaufender Artikelnummer (3-5 Stellen)
 * Prüfziffer (1-stellig) 


Die Bundeseinheitliche Betriebsnummer (BBN) wird in Deutschland von der Firma GS1 Germany vergeben.



EAN 128 oder Code 128

Der Code 128 wurde von der Fa. Computer Identics im Jahre 1981 entwickelt und von der AIM (Automatic Identification Manufacturers, Inc.) als USS-128 genormt. Der Name Code 128 bezieht sich auf die 128 darstellbaren ASCII-Zeichen.


Der Code 128 ist auch in DIN EN 799 Symbologie-Spezifikationen Code 128 in der EU genormt.


Anwendungsbereiche & Branchen

  • Paketdienste
  • Elektronik-Industrie
  • Chemie-Industrie
  • Gesundheitssektor
  • Spedition- & Transportwirtschaft
  • IATA Cargo


Die Sonderfestlegung EAN 128 bzw. UCC-128 wird zusätzlich eingesetzt

  • Konsumgüter, Handel
  • Medikalbereich
  • Verpackungsindustrie



Doppelte Barcode im eigenen Artikelstamm, was nun?

Wenn Sie Doppelte EAN haben sollten können Sie diese bearbeiten unter „Stammdaten -> Artikel -> Doppelte EAN bearbeiten“.



Externe Links